Das IBM Lizenzmanagement-Team der ARS informiert

Änderungen im IBM Passport Advantage Vertrag erfordern engmaschigere ILMT-Überwachung

Die Anbindung der Virtualisierungsserver über den VM Manager wird in Zukunft viel restriktiver geprüft – wöchentliche Überprüfung empfohlen

Änderungen im PA-Vertrag

Seit Februar 2018 gibt es für IBM Kunden einen neuen IBM Passport Advantage (PA) Vertrag (wir berichteten), in dessen Punkten

  • 1.12 Einsichts- und Prüfrecht,
  • 1.13 Programme in einer Virtualisierungsumgebung (Sub-Capacity-Lizenzbedingungen) und
  • 1.14 Verpflichtung des Kunden zur Erstellung von Berichten

IBM den Umgang mit Sub-Capacity-Lizenzen neu geregelt hat.

Sub-Capacity Lizenzierung wird noch strenger überwacht

In diesem Zusammengang überprüft IBM im Rahmen einer Lizenzprüfung (Audit) die Anbindung der Virtualisierungsserver VMWare ESX und vCenter, Microsoft HyperV und/oder KVM  über den VM-Manager im IBM License Metric Tool (ILMT) sehr viel restriktiver.

Dabei gelten ab der ILMT Version 9.2.10 folgende Regeln:

Die Verbindung zum VM Manager ist konfiguriert, die übertragenen Hardware Inventardaten für das System sind jedoch älter als drei Tage, dann wird im ILMT Overview die Fehlermeldung „veraltete Daten des VM-Manager“ angezeigt. Dieser Zustand verändert die Lizenzmessung noch nicht.

Wenn das Problem, welches diese Meldung verursacht jedoch nicht innerhalb  von 30 Tagen behoben wird, ändert sich der Fehlerstatus auf die Fehlermeldung „keine Daten für den VM Manager“. Hierbei wird die Lizenzmessung für die PVU-pro-Kern-Werte auf den hinterlegten Standardwert verändert, welcher bis zu 120 PVU pro Kern betragen kann.

Fehlende VM Manager-Anbindungen können teuer werden

Desweitern erkennt IBM den Sub-Capacity-Bericht (Audit Snapshot) mit fehlenden VM  Manager-Anbindungen von Systemen als nicht vollständig an und könnte diese Systeme als voll zu lizenzierende Systeme, gemäß Punkt 1.13 des PA Vertrages, betrachten.

Um mögliche höhere Lizenzkosten zu vermeiden wird es notwendig, die fachliche Überwachung des IBM License Metric Tool und der damit verbundenen Lizenzmessung engmaschiger durchzuführen.

Deshalb empfehlen wir die ILMT- und BigFix-Umgebung mindestens einmal pro Woche auf mögliche, sich auf die Lizenzmessung negativ auswirkende Veränderungen, zu überprüfen.

Sie haben Fragen zur technischen und/oder fachlichen Unterstützung im IBM Lizenzmanagement-Umfeld, dann kommen Sie frühzeitig auf uns zu. Profitieren Sie von unserer Fachexpertise und sehen Sie dem nächsten IBM Audit gelassen entgehen.

Ihr Ansprechpartner

   Ralf Pink
   IBM Lizenzmanagement Consultant
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